Rezension von Julia Thorwest bei Amazon: 02.12.2017

 

Rezension von Ellen Pomikalko im "BuchMarkt": Dezember 2017

 

Rezension von ALAIS bei LOVELYBOOKS: 11.12.2017

"Erinnerungen einer norddeutschen Französin"

 

Rezension von Mary-T  bei Bookcrossing: Dezember 2017:

Mir hat das Buch recht gut gefallen.
Vom Stil her war es mal etwas ganz anderes als die Bücher dieser Art, die ich bisher gelesen habe. Die kurzen Kapitel mit den thematischen Anekdoten waren kurzweilig und interessant.
Hier geht es allein darum wie es einer Französin (er)geht, die ohne Sprachkenntnisse in Deutschland ihre Zelte aufschlägt. Hierbei gibt es auch den ein oder anderen privaten Einblick, aber im Allgemeinen bleibt die Biographie der Autorin aussen vor. Und das ist wohl der grundlegende Unterschied zu den meisten anderen Büchern auf diesem Gebiet.
Neben den allzu menschlichen und amüsanten Missverständnissen, die natürlich nicht ausbleiben, hat mir am Besten gefallen, dass ich wieder dazulernen durfte. Besonders schön fand ich an Lestrats Buch, dass sie sich sehr oft Mühe gibt genau zu hinterfragen und herauszufinden wodurch sich manche Unterschiede in den Kulturen erklären lassen.
Dabei hat mich z.B. sehr erstaunt, dass es wohl tatsächlich auch ein Stück Gewohnheit ist ob man sich zur Begrüßung in den Arm nimmt oder eher distanzierte Wangenküsschen austauscht; und zwar auch in der Familie. Mit Bekannten oder weniger engen Menschen kann ich leicht nachvollziehen, dass man da eher zurückhaltend ist. Das ist ja klar. Aber es war für mich zuerst etwas befremdlich, dass es auch als unangenehm empfunden werden kann sich im engsten Famlienkreis zu umarmen. Aber die Erklärungen der Autorin kann ich nachvollziehen. Auch ich habe schon Menschen erlebt, die solch einen Umgang einfach nicht gewöhnt waren in der Familie und die Tochter z.B. nie auf die Idee gekommen wäre ihren Papa zu umarmen, was ich damals überhaupt nicht nachvollziehen konnte, da wir zu Hause uns schon immer "gekuschelt" haben.
Man nimmt halt oft das was man selbst kennt und vorgelebt bekommen hat als "normal" an... *seufz*
Ich habe wirklich öfter mal "Aha!" gedacht beim Lesen und habe einiges dazugelernt. Und das obwohl ich ziemlich viel Kontakt zu Franzosen und Französinnen hatte und habe. Ich hatte mehrere französische Lehrerinnen in der Schulzeit und heute habe ich durch die Arbeit immer wieder französische Kollegen. Daher fand ich die Geschichten wirklich sehr interessant für mich.
Herzhaft lachen musste ich über den "schmeichelnden" Versprecher.